Das Schlafpuppensyndrom

15. November 2009

Wer kennt sie nicht, das freundliche Kinderspielzeug, die Schlafpuppe.
Je flacher man sie hinlegt, desto mehr schließen sich ihre Augen, liegt sie ganz, sind ihre Augen richtig geschlossen.

Nach diesem Kinderspielzeug ist das Schlafpuppensyndrom benannt. In erster Linie befällt das Syndrom Männer. Nach einem mehr oder weniger oder viel weniger hartem Tag legt sich Mann gemütlich aufs Sofa. Zunächst noch eher aufrecht sitzend rutscht er im Laufe des seichten TV-Programmes immer tiefer. Im gleichen Verhältnis, wie sich sein mühsam auf seiner Hand balancierter Kopf, der waagrechten Position nähert, schließen sich seine Augen.  Beim fortgeschrittenen Schlafpuppensyndrom entwickelt sich proportional zur Position der Augenlider, die sich wiederum proportional zur Lage des Kopfes verhalten, ein, durch ein feines Glitzern angekündigter, Sabberfaden, der sich gemäß der Schwerkraft aus dem der Erde näheren leicht geöffneten Mundwinkel, hinab auf die Unterlage des Kopfes ausdehnt um das dortige Material zu durchnässen.

Das Schlafpuppensyndrom ist unheilbar, allerdings kann man ihm ambulant entgegenwirken, in dem man den Patienten ins Bett befördert bevor er vollends eingeschlafen ist, dort kann er unbeobachtet das Kissen oder den Ärmel der Nachtwäsche durchnässen oder eine Schnarchsynphonie zum Besten geben…

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